Graswurzeloasen: Innerstädtische Gemeinschaftsgärten in Buenos Aires und Berlin

AutorInnen: Christoph Arndt, Isabella Haidle (Alias: Ella von der Haide), Marit Rosol

Veröffentlicht in: Trialog: Zeitschrift für das Planen und Bauen in der Dritten Welt. Nr. 81, Heft 2/2004: Siedlungsentwicklung und Nachbarschaftsinitiativen. Vereinigung zur wissenschaftlichen Erforschung des Planen und Bauen in den Entwicklungsländern e.V. (Hrg.), Magazinverlag, Kiel.

Zusammenfassung

Die Community Gardens in New York sind ein weltweit bekanntes Beispiel für innerstädtische Gärten, die von Nachbarschaftsinitiativen gemeinschaftlich betrieben werden. Doch auch in Deutschland und Argentinien finden sich zunehmend Beispiele von gemeinschaftlichen, urbanen Gartenprojekten. Diese Projekte unterscheiden sich deutlich von den typischen deutschen Kleingärten. Ebenso lassen sie sich nicht auf Subsistenzprojekte zur Ernährungssicherung verarmter Bevölkerungsteile in der sogenannten Dritten Welt reduzieren. Ihre Funktionen sind vielfältig und erstrecken sich auf ökonomische, ökologische, soziale und politische Dimensionen. Dabei weisen die Gartenprojekte in beiden Ländern hinsichtlich der Ziele und Wirkungen viele Ähnlichkeiten auf. Anhand eines Vergleichs nachbarschaftlicher Gartenprojekte aus der argentinischen und der bundesdeutschen Hauptstadt werden die vielfältigen Auswirkungen der Gärten auf die Quartiersentwicklung dargestellt und problematisiert. Der vorliegenden Aufsatz basiert wesentlich auf Interviews, die in den Jahren 2003 und 2004 in Berlin und Buenos Aires geführt wurden.